Ehemaligen-Seite des Gymnasium Theodorianum Paderborn

799 - 1612 - heute



Wollt Ihr Kontakt zu Ehemaligen, so meldet Euch in der Alumni Gruppe bei Xing oder bei Facebook an.


Eine große Zahl von Theodorianern findet sich auch bei StayFriends

Ihr wollt ein Ehemaligen-/Abiturtreffen organisieren?
Da ich immer wieder auf Abiturtreffen bzw. das Beschaffen von Adressen angesprochen werde, möchte ich hier kurz ein paar Worte dazu verlieren. Vielleicht könnt Ihr diesen Punkt ja noch aus eigenen Erfahrungen ergänzen.
Der Ehemaligenverein mit tatkräftiger Unterstützung der Schule pflegt eine Liste ehemaliger Schüler/-innen - an diese geht im übrigen auch der Jahresbericht. Diese Liste ist natürlich nur so gut, wie die Ehemaligen auch Ihre Adressen aktuell halten.
Wenn Ihr nun ein Treffen organisieren wollt, so wendet Euch am besten an den Ehemaligenverein.

Für eine Schulführung oder die Einsichtnahme in Eure Abiturprüfungen wendet Euch bitte direkt an die Schule bzw. das Sekretariat (Adresse: Gymnasium Theodorianum, Kamp 4, 33098 Paderborn, Tel.: (0 52 51) 18 89 80-0 Fax: 18 89 80-50 E-Mail: theodorianum at paderborn.de). Dort kann Euch weitergeholfen werden.
Habt Ihr weitere Tipps?

 

Inhalt:




 



Das Theo selbst ist unter folgender Adresse zu finden: http://www.theodorianum.de,
E-Mail-Adresse: theodorianum at paderborn.de Schulanschrift: Kamp 4, 33098 Paderborn, Tel.: (0 52 51) 18 89 80-0 Fax: 18 89 80-50

 

Die Schule heute:



Genaue Daten zur Schule können Sie auf den schuleigenen Internetseiten finden, ich möchte hier nur ein paar allgemeine Informationen geben.
Das Theodorianum ist eines der wenigen Gymnasien (in Paderborn nun scheinbar auch das einzige), die mit Latein als erster Fremdsprache beginnen. Außerdem gibt es die Möglichkeit, in der 9. Klasse Altgriechisch anstelle von Französisch zu wählen.
"Was bringen mir zwei tote Sprachen?" - Ich sehe mich nicht befähigt, über diese Problematik hier einen Diskurs zu führen, sondern möchte nur kurz schildern, welche Vorteile ich im Erlernen dieser Sprachen sehe.
Da es beim Lernen einer alten Sprache in erster Linie um das Übersetzen von Texten geht (in erster Linie ins Deutsche aber auch manchmal vom Deutschen), ist eine genauere Beschäftigung mit der Grammatik unumgänglich. Aber gerade dieses Grammatikwissen hat mir beim Erlernen weiterer Sprachen und auch im Deutschen sehr geholfen. Hinzukommt natürlich noch, daß auch das Vokabular der romanischen und germanischen Sprachen auf Latein und Griechisch aufbaut, so daß es zu viefältigen Synergieeffekten kommt (der Umgang mit Fremdwörtern wird erleichtert). Nicht vergessen bei diesen mehr sprachbezogenen Argumenten sollte man, daß unsere gesamte Zivilisation (Kultur, Wissenschaft, etc.) auf der griechischen und römischen beruht, so daß man beim Lesen von Schriften damaliger Politiker, Philosophen, Geschichtsschreiber, etc. viel über uns selbst und unsere Geschichte erfährt. Und es gibt sicherlich noch viele andere Gründe, die für das Erlernen einer alten Sprache sprechen (z.B. Schulung des logischen Denkens, Verbesserung der Ausdrucksfähigkeit, etc.)
Da ich mir aber der Wichtigkeit des Erlernens modernen Sprachen und vor allem des Englischen in der heutigen Zeit bewußt bin, darf die Lehre dieser Sprachen auf keinen Fall vernachlässigt werden.


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Geschichte



Die Geschichte des Gymnasium Theodorianum in Paderborn umfaßt eine Zeitspanne von weit mehr als einem Jahrtausend.

Die Anfänge reichen nach neuesten Forschungsergebnissen bis ins 8. Jahrhundert zurück. Aus der ehemals karolingischen Domschule entwickelte sich im Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit das humanistische Gymnasium Salentinianum und das theodorianische Gymnasium der Jesuiten. Die Übernahme der Schule in die preußische Verwaltung zu Beginn des 19. Jahrhunderts hatte die Umwandlung zum neuhumanistischen Gymnasium zur Folge. Die Einführung des enttypisierten Gymnasiums im 20. Jahrhundert bestimmt den Stand der Schule in der Gegenwart. (Informationen zum "Kasten", dem ehemaligen erzbischöfliches Knabenseminar gibt es bei Wikipedia (Artikel zum Collegium Liborianum).)

Eine weitere Ansicht (Photo vom Jahresbericht, Sigisbert Conrady) des Theodorianums.  


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Literatur zur Schule

  • Festschrift zur Feier des dreihundertjährigen Jubiläums des königlichen Gymnaisums Theodorianum in Paderborn 1912. Verlag: Junfermannsche Buchdruckerei.
  • Festschrift zum Theodorianertag 1949 (Einweihungsfeier des staatlichen Gymnasiums Theodorianum), Autor: Karl Lessmann.
  • Das Paderborner Gymnasium Theodorianum und seine Baugeschichte, Autoren: Segin, Leppelmann, Mensing, 1954.
  • Festschrift des Gymnasiums Theodorianum in Paderborn zur 350. Wiederkehr der Grundsteinlegung des Schulgebäudes 1962. Hrsg.: F.-J. Weber, F. Ostermann, E. Nitsche. Verlag: Westfalen Druckerei GmbH.
  • Von der Domschule zum Theodorianum Paderborn, Autor: Klemens Honselmann, Verein für Altertumskunde Westfalens Abteilung Paderborn, Band 3, Bonifacius Druckerei Paderborn, 1962.
  • Schrift zur 375. Wiederkehr der Grundsteinlegung des Schulgebädes am Kamp von der Fachschaft Geschichte des Gymnasiums Theodorianum, 1987.
  • Butterwegge, Hubert: ``Viri illustres`` aus Paderborn : eine Tafel als Visitenkarte des altehrwürdigen Gymnasium Theodorianum. In: Jahrbuch Westfalen 48.1994 (1993) S. 35-38 : Ill.
  • Deo et Patriae - Schulalltag zu Beginn dieses Jahrhunderts. Autor: Fritz Schäfer. Eigenverlag (siehe Bild).
  • Weitere Literatur zum Theodorianum




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Deo et Patriae

Zum Schmunzeln:



Ein paar witzige Übersetzungen lateinischer Sprüche entnommen aus der Festschrift zum Theodorianertag von 1949:

  • Fama crescit eundo - Beim Gehen kriegt man Hunger.
  • Sursum corda - Jedem das Seine.
  • Mors certa, hora incerta. - Todsicher geht die Uhr falsch.
  • Caesar equus consilium - Caesar fährt Rad.
  • Warum sprechen die Ärzte am Krankenbette lateinisch? Damit der Sterbende sich an tote Sprachen gewöhne.
  • Nicht zu verschmähen sind auch die Lehrerzitate von Christopher (93).


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Berühmte ehemalige Schüler:



Die Namen dieser Schüler finden sich auf einer Gedenktafel, die anläßlich der 350-Jahr-Feier im Jahre 1962 an der Wand des Aulaflügels angebracht wurde.
  • Johann Conrad Schlaun (1695-1773), Barock-Architekt und Militär
  • Friedrich Wilhelm Weber (1813-1894), der Dichter von "Dreizehnlinden"
  • Karl Weierstrass (1815-1897), Mathematiker
  • Wilhelm Waldeyer (1836-1921), Anatom
  • Wilhelm Schneider (1847-1909), Bischof von Paderborn
  • Franz Hitze (1851-1921), Theologe und (Sozial-)Politiker.
  • Clemens Baeumker (1853-1924), Philosophiehistoriker
  • Engelbert Humperdinck (1854-1921), Komponist
  • Caspar Klein (1865-1941), Erzbischof von Paderborn
  • Johannes Linneborn (1867-1933), Dompropst
  • Wilhelm Cuno (1876-1933), Reichskanzler
  • Paul Lejeune-Jung (1882-1944), Widerstandskämpfer
  • Franz Hengsbach (1910-1991), Kardinal und Bischof von Essen


  • Neben den auf dieser Gedenktafel verewigten Ehemaligen haben noch viele weitere Theodorianer Paderborn und seine Umgebung geprägt.

    So war z.B. der führende Kopf der Liberalen in der Revolution 1848/49 der Metzgerssohn Franz Löher (1818-1892), der nach dem Besuch des Theodorianums Jura studiert hatte und nach einer anderthalbjährigen Reise in die USA 1848 in Paderborn den Referendardienst antrat. Er gründete 1848 die Westfälische Zeitung (gefunden bei www.wedderwille.de).

    Ein anderer interessanter Ehemaliger ist Joseph Schäfers. Er wurde 1878 in Salzkotten geboren und erwarb Ostern 1898 am Theodorianum sein Reifezeugnis. Nach zwei Semestern Studium der Naturwissenschaften in München, wandte er sich der Theologie zu und wurde 1903 in Paderborn zum Priester geweiht. Neben seiner seelsorglichen Tätigkeit entwickelte Schäfers sich infolge zu einem Wissenschaftler mit herausragenden Fähigkeiten auf dem Gebiet der biblischen Hilfswissenschaften und Exegese. Viel zu früh verstarb Schäfers 1916 während seines Studien-Aufenthaltes in Persien an den Folgen einer infektiösen Krankheit (Quelle (Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon) und Literaturliste).

    Friedrich Wilhelm Grimme war zwar nicht Schüler am Theo aber lehrte dort mehrere Jahre und ist als Heimatdichter des Sauerlandes bekannt geworden.

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Stimmen zu dieser Seite und zum Theo



(Da sich diese Seite nicht als reine Lobpreisung des Theodorianums versteht, denn jede Schule hat ihre Sonnen- und Schattenseiten, werden hier auch kritische Stimmen aufgenommen.)

Achim Schmidtmann (89) am 11.11.96:Hallo Contheodorianer, nun kann es beginnen!

Dorothee Kranz (91) am 18.11.96: Ich find das prima! Grosses Lob!!!

Thorsten Fust (95) am 7.1.97: 1000 Gruesse an Hermi,den alten Hausmeister(Natuerlich auch an den Rest der Schule). An den gesamten Jahrgang 95: Wer hat unser Geld vom Abi-Ball?

Bernhard Willig am 9.2.97: von 1966 bis 1974 Internatsschüler am erzbischhöflichen Paderborner Liborianum und daher automatisch Schüler am Theo grüßt von den Philippinen.

Andrea Chaudhry (geb. Wasserkordt) von 77-85 am Theo sendet schöne Grüße aus dem sonnigen Florida!

Ricarda Gehling (91) am 18.2.97: Hey, klasse Idee! Waere echt super, wenn Du ein Theo-net aufbauen koenntest! Um mit gutem Beispiel voranzugehen, biete ich jedem meine Hilfe an, der etwas ueber das Studium in Grossbritannien erfahren moechte! Ich warte auf e-mails.... Bye, Ricarda

Konstantin Soemer (89) am 26.3.97: Wenn man so des Abends durch Weimar lustwandelt und die letzen Jahre Revue passieren laesst, dann liegt nichts ferner als ein Gedanke an die alte Penne. Wie ich's auch drehe und wende: Mit dem, was ich hier vorwiegend tue, hat sie nichts zu tun - von Basisbildung wie z.B. Rechnen im Supermarkt einmal abgesehen. Persoenlichkeitsfoerdernd war's gewiss nicht, wenn Herr Wygasch seine Gemeinheiten zielgerichtet auf diejenigen Schueler losliess, die er fuer verletzbar hielt. Bildungsfoerdernd war es keineswegs, wenn Herr Hachmann Gedichte mit gesenktem Haupt vorlas. Die Krone: 4- in Musik. Daran musste ich dann doch unvermittelt denken, als ich in Weimar auf dem "Bundeswettbewerb Schulpraktisches Klavierspiel" als einer von 11 Teilnehmern aus dem ganzen Bundesgebiet die Buehne betrat.

Ryan Rumberger (96) am 29.7.97: Hallo hier ist Ryan Rumberger. Ich war lezte jahr am Theo als Austauschschuler. Ich komme aus Florida. ich war auf dem 11 stufe. Ich wollte nur ein par gruesse zu machen, jezt dass ich zuruek ins ami-land bin. shoene Grusse an meine leute dabei und ein besondere an Frau Straub, ich wunsche nur dass sie hattat nicht meine kunst stueke verloren. Auch Gruesse an Herr "Jimmy P." Pitzchke mein englisch LK lehrer. Und auch an "the Great Montino", Rudy "Rothelm" Huenstig. Herr Brak ( Krach Krach), Kapitan Kerkhoff, Yoda (Herr Conrady), Herr Guenther, auch Obi Wan Jacobi natuerlich, und zum lezten der arme Dr. Roester. tja, war spass leute, also bis zum naechsten:^) IN DUBIO PRO THEO !!!!!!!! Ryan

Dr. Johannes Risse (1970c) am 5.5.1999: 
a) Jede Diskussion über unsere Penne führt zum Thema Alte Sprachen. Ich habe die Erfahrung gemacht, daß der altsprachliche Unterricht mir weit mehr als der Deutschunterricht zum präzisen Umgang mit der deutschen Sprache verholfen hat. In meinem Beruf ist die Sprache das wichtigste Handwerkszeug. Meine Thesen lauten:
  • Wenn man Latein in seinem "Bildungsplan" hat, sollte man es als erste Fremdsprache lernen.
  • Altsprachlicher Unterricht darf nicht nur zu Lasten des neusprachlichen Unterrichts gehen. Angesichts seiner Inhalte darf er durchaus zu Lasten des Deutsch-, Geschichts- und Philosophieunterrichts gehen.

b) Ich bin dafür, daß die Theodorianerinnen und Theodorianer sich jahrgangsunabhängig untereinander duzen. Wenn man dafür eine ideologische Begründung brauchen würde: Das haben die Alten Römerinnen und Römer auch getan. Mein Vorschlag: Der Vorstand der Vereinigung Ehemaliger [Theodorianerinnen und] Theodorianer möge eine entsprechende Empfehlung beschließen und sie im Jahresbericht u.ä. konsequent anwenden.
 
 

Anregungen, Kritik und Vervollständigungen stark erwünscht!
Schreiben Sie mir! 

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In eigener Sache: Ich suche immer nach alten Jahresberichten, bitte meldet Sie sich bei mir, bevor Sie Ihre alten wegschmeißen!

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