Ziele

Hat man sich für den Aufbau eines Internetauftritts entschieden, so sollte man damit beginnen, einen Plan (eine Checkliste) über den Ablauf dieses Projekts, nämlich genau so sollte der Aufbau eines Internetauftritts verstanden werden, als ein Projekt, zu machen. Auf keinen Fall sollte die Erstellung eines Internetauftritts auf die leichte Schulter genommen oder als Nebensächlichkeit abgetan werden. Dies ist kein Job für eine unqualifizierte Hilfskraft sondern für die Leitung des Unternehmens, denn es geht um Ihren Auftritt in der Öffentlichkeit.

Eine mögliche Vorgehensweise besteht z.B. darin, erst einmal ein Grobkonzept mit Zielen (Haupt- und Nebenziele), Zielgruppen und ersten inhaltlichen Vorstellungen zu entwickeln und dieses dann von einem Team umsetzen zu lassen. Ob dieses Team aus dem eigenen Unternehmen kommt oder ganz oder teilweise Experten zu Rate gezogen werden, sollte ebenfalls zu diesem Zeitpunkt entschieden werden. Dieser Entscheidungsprozeß bedarf weiterer Informationsrecherche und Prognoserechnungen (die Gesamtkalkulation des Projekt sollte nie aus den Augen gelassen werden).

Es besteht die Möglichkeitg, den Inhalt und die Technik des Internetauftritts (Anschluß ans Internet, Server, Wartung) zu trennen, indem man eine Multi-Media-Agentur mit ersterem und einen Provider mit der zweiten Aufgabe betraut, allerdings gibt es heute auch bereits einige teilweise auch sehr preiswerte Komplettangebote am Markt (wie z.B. von Strato, Puretec oder netdiscount und vielen anderen Anbietern). Um eine Übersicht zu erhalten und Provider mit ihren Vor- und Nachteilen zu vergleichen, besuchen Sie webhostlist. Bevor Sie sich allerdings für einen Anbieter entscheiden, suchen Sie Referenzkunden und fragen diese nach ihren Erfahrungen. 

Der erste Schritt in diesem Plan sollte die Entscheidung sein, was man im Internet präsentieren will. Hier bieten sich ganz verschiedene Möglichkeiten: Außerdem sollte festgelegt werden, wie diese Kommunikation die bisherigen Maßnahmen des Unternehmens in dieser Richtung ergänzen soll. Hierbei ist es, wie auch in jedem anderen Markt sehr wichtig, die Angebote der Konkurrenz kennenzulernen und das eigene Angebot von diesen abzusetzen, egal ob die Mitbewerber sich auch im Internet oder im sonstigen Handel befindet. Nur wer einen Vorteil gegenüber seinen Konkurrenten bietet, hat wirklich eine Chance auf dem Markt zu bestehen.

Neben der Entwicklung des Konzepts sollte auch die Bildung eines Projektteams, falls das Projekt von eigenen Mitarbeitern durchgeführt wird, nicht vernachlässigt werden. Es ist festzulegen, aus welchen Bereichen des Unternehmens die Mitglieder ausgewählt werden (Marketing, Vertrieb, Produktion ? usw.). Weiterhin muß entschieden werden, inwieweit ein Schulungsbedarf für die Projektmitglieder besteht. Für die Projektmeetings sollten ausreichende Computerarbeitsplätze mit Online-Anschluß zur Verfügung stehen, damit alle einmal mit dem geschaffenen und seinem Umfeld "herumspielen" können.

Beispiel: Beim Aufbau einer Online-Buchhandlung sollte man sich also zuerst einen Überblick über die Konkurrenz verschaffen und dann nach einem Vorteil für das eigene Angebot suchen, denn es gibt bereits genug Buchhandlungen im Internet und ohne eine klare Abgrenzung wird eine neue Site nur wenig Chancen haben zu bestehen.
Eine Möglichkeit, sich gegenüber seinen Mitbewerbern abzusetzen, wäre z.B. ein regelmäßiger Newsletter, der Kunden über Neuerscheinungen in ihren vorher spezifizierten Interessengebieten informiert.

Externe Unterstützung

Ist die Entscheidung bezüglich der Umsetzung zugunsten eines externen Unternehmens gefallen, so sind einige im folgenden behandelten Schritte obsolet. In den meisten Fällen wird dieses Unternehmen dann auch als Provider zur Verfügung stehen oder mit einem Provider zusammenarbeiten.

Namensfindung

Wer einen eigenen Internetauftritt für sein Unternehmen aufbaut, sollte möglichst auch einen unverwechselbaren Domain-Namen (Adresse) für seine Seiten bestimmen und beim DENIC (Deutsches Network Information Center) beantragen. Hierbei gibt es die Möglichkeiten, entweder den Namen des Unternehmens oder eine Abwandlung dieses Namens, falls dieser schon vergeben ist, zu benutzen (z.B. www.schmidt-ag.de) oder den Namen für die Produkte - Markennamen, Produktbezeichnungen, Produktspektrum - sprechen zu lassen (z.B. www.bad.de).

Die Entscheidung für eine der beiden Möglichkeiten sollte auf jeden Fall auf dem Bekanntheitsgrad des eigenen Unternehmens und seiner Marken beruhen. Ist dieser nicht so hoch, so ist es sicherlich sinnvoller einen allgemeineren Namen zu wählen, um so auch Besucher anzulocken, die das Unternehmen nicht kennen (es gibt doch immer wieder Internetnutzer, die eine URL-Adresse direkt eingeben). Für beide Möglichkeiten findet man viele Beispiele im WWW und kann sich natürlich auch von diesen leiten und inspirieren lassen.

Links

  • Linktipps - zu interessanten Seiten für Webmaster
  • Ad-Guide - der deutsche Webkatalog zu Internet Advertising, Marketing und eCommerce
  • Eine kleine Auswahl von Literatur (in Kooperation mit www.amazon.de) zum Thema Erstellung eines Internetauftritts: