Biologie der Elefanten

Die rezenten Elefanten bilden die einzige überlebende Familie der Ordnung der Rüsseltiere (Proboscidea), deren biologische Entwicklung über Jahrmillionen hinweg faszinierende Anpassungsprozesse aufweist.

Stammesgeschichte (Phylogenese)

Die heutigen Elefanten repräsentieren zusammen mit allen ausgestorbenen Formen von Rüsseltieren die Gruppe der Proboscidea (griech. proboskís, Rüssel). Diese Ordnung bildet eine von 18 Großgruppen innerhalb der plazentalen Säugetiere (Eutheria).

Die engste evolutionäre Verwandtschaft besteht zu den Seekühen (Sirenia). Die letzte gemeinsame Stammart dieser beiden Gruppen existierte vermutlich bereits in der Oberen Kreide vor über 65 Mio. Jahren. Da frühe fossile Rüsseltiere morphologische Ähnlichkeiten zu heutigen Flusspferden aufwiesen und rezente Elefanten noch immer Merkmale einer ursprünglich aquatischen Lebensweise zeigen, geht die Wissenschaft davon aus, dass Seekühe dauerhaft im Wasser verblieben, während die Vorfahren der Elefanten eine sekundäre Rückkehr zum reinen Landleben vollzogen.

Systematische Einordnung
  • Klasse: Säugetiere (Mammalia)
  • Unterklasse: Eutheria
  • Ordnung: Proboscidea
  • Familie: Elephantidae

Rezente Arten und Unterarten

Die gegenwärtige Systematik unterscheidet primär zwischen zwei Gattungen, wobei der afrikanische Waldelefant zunehmend als eigenständige Spezies betrachtet wird.

Afrikanischer Elefant
Loxodonta africana

Der Name Loxodonta bezieht sich auf die "gebogenen Zähne". Man unterscheidet:

  • Savannenelefant: L. africana africana
  • Waldelefant: L. africana cyclotis
Asiatischer Elefant
Elephas maximus

Der Beiname maximus ("der Größte") unterstreicht seine Erscheinung. Unterarten sind:

  • Indischer Elefant: E. maximus indicus
  • Ceylonelefant: E. maximus maximus
  • Sumatraelefant: E. maximus sumatranus
  • Malayaelefant: E. maximus hirsutus

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