Briefmarkenalben

Briefmarken können einen beachtlichen materiellen und ideellen Wert darstellen. Um diesen "kleinen Schatz" langfristig zu sichern, ist eine fachgerechte Unterbringung essenziell.

Grundlagen der Aufbewahrung

Die klassische Unterbringung erfolgt heute nicht mehr in improvisierten Gefäßen wie alten Zigarrenkisten, sondern in spezialisierten Briefmarkenalben. In diesen werden die Marken hinter Schutzstreifen fixiert. Dabei hat sich ein Standard etabliert, der sowohl ästhetische als auch konservatorische Aspekte berücksichtigt.

Systematische Unterschiede

Man unterscheidet primär zwischen zwei Varianten:

  • Einsteckbücher: Die flexibelste Form der Archivierung. Die Marken werden auf Kartonseiten hinter Streifen aus Pergamin oder glasklarem Kunststoff gesteckt. Das Papier ist häufig in Schwarz gehalten, um die Zähnung und Farben der Marken kontrastreich zu betonen, oder klassisch in Weiß.
  • Vordruckalben: Diese enthalten bereits Abbildungen der zu sammelnden Marken eines bestimmten Gebiets und dienen der systematischen Komplettierung einer Sammlung.
Profi-Tipp

Verwenden Sie zum Bewegen und Platzieren Ihrer Briefmarken grundsätzlich eine Philatelisten-Pinzette. Dies verhindert Hautfettübertragungen und mechanische Beschädigungen an der Zähnung oder Gummierung.

Materialkunde und Werterhalt

Für die langfristige Archivierung sind die chemischen Eigenschaften der verwendeten Materialien entscheidend. Achten Sie auf folgende Qualitätsmerkmale:

Komponente Wissenschaftliche Anforderung
Folienstreifen Säurefrei und ohne Weichmacher (PVC-frei), um chemische Reaktionen mit der Druckfarbe zu vermeiden.
Bindung Eine Doppelgelenk-Bindung sorgt dafür, dass die Seiten absolut plan liegen und die Marken nicht unter Spannung geraten.
Schutzblätter Zwischenblätter aus Pergamin verhindern ein Zusammenhaften der gegenüberliegenden Seiten bei hoher Luftfeuchtigkeit.

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