Briefmarkenkataloge

Ein Briefmarkenkatalog fungiert als das fundamentale Standardwerk für jeden Philatelisten. Er erfasst, bewertet, nummeriert und beschreibt systematisch die Postwertzeichen definierter Emissionsgebiete.

Funktion und Systematik

Kataloge bieten eine essenzielle Orientierungshilfe, um Sammlungen zu strukturieren und Vollständigkeit zu prüfen. Jede Marke erhält eine eindeutige Nummerierung (in Deutschland primär nach dem Michel-System), die Informationen über das Ausgabejahr, das Motiv, die Zähnung sowie die Druckmethode beinhaltet.

Katalogwert vs. Marktwert

Es ist eine wichtige wissenschaftliche Differenzierung vorzunehmen: Die im Katalog angegebenen Preise sind oft als maximale Richtwerte für Stücke in perfekter Erhaltung zu verstehen. In der Handelspraxis liegen die realisierbaren Marktpreise ‐ abhängig von Erhaltung und Seltenheit ‐ häufig deutlich unter dem Katalogwert (oft im Bereich von 10 % bis 30 %).

Bekannte Katalogwerke
  • Michel (Standard im deutschsprachigen Raum)
  • Scott (Fokus auf Amerika)
  • Stanley Gibbons (Fokus auf Großbritannien & Commonwealth)
  • Yvert et Tellier (Fokus auf Frankreich)

Qualitätskriterien der Bewertung

Die Wertermittlung in Katalogen basiert auf standardisierten Erhaltungsgraden. Eine Marke kann nur dann den vollen Katalogwert erreichen, wenn sie folgende Kriterien erfüllt:

Postfrisch (**)
Ungebraucht mit Originalgummierung
Gestempelt (o)
Klarer, zeitgerechter Rundstempel
Ungebraucht (*)
Mit Falz oder Falzrest

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