Karl Schmidt-Rottluff (1884-1976)

Expressionist und Brücke Mitglied

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Inhalt:

"Der 1884 in Rottluff bei Chemnitz geborene Karl Schmidt-Rottluff, der vor allem als Mitglied der expressionistischen Künstlergemeinschaft "Die Brücke" bekannt ist, hat bis zu seinem Tod 1976 in Berlin ein bedeutendes und unverwechselbares Oeuvre geschaffen, das man zumeist mit leuchtender Farbigkeit in der Malerei oder kantigem Holzschnitt bei der Druckgraphik verbindet."

Tipps, Anregungen und Kritik sind immer erwünscht!

Biographie:

1.12.1884  in Rottluff bei Chemnitz geboren 
1897-1905  Gymnasium in Chemnitz (Freundschaft mit Erich Heckel ab 1902) 
1905  Abitur in Chemnitz und Beginn des Studiums der Architektur an der TH in Dresden. Bekanntschaft mit Fritz Bleyl und Ernst Ludwig Kirchner. Am 7. Juni Gründung der Künstlergemeinschaft "die Brücke" mit Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel und Fritz Bleyl. Später gehörten der Gruppe noch weitere aktive und passive Mitglieder bei wie z.B. Max Pechstein (1906-12), Emil Nolde (1906-07), Otto Mueller (1910-13)
1911  Übersiedlung nach Berlin 
1913  Auflösung der Brücke 
1915-18  Kriegsdienst in Rußland und Litauen 
1918  Mitglied des "Arbeitsrates für Kunst" in Berlin. In den folgenden Jahren zahlreiche Ausstellungen und Reisen. 
1931  Mitglied der Preußischen Akademie der Künste in Berlin 
1933  Ausschluß aus der Preußischen Akademie der Künste
1937  Diffamierung als "entarteter Künstler" und Beschlagnahmung seiner Werke in deutschen Museen. 
1941  Ausschluß aus der "Reichskammer der bildenden Künste" und absolutes Malverbot. 
1943  Zerstörung des Berliner Ateliers durch Bomben und Übersiedlung nach Rottluff bei Chemnitz 
1946  Ehrenbürger von Chemnitz 
1947  Berufung als Professor an die Hochschule für bildende Künste in Berlin 
1956  Ritter des Ordens Pour le merite. 
1964  Stiftung des Brücke-Museums in Berlin (Eröffnung 1967) 
1970  Ehrenbürger von Berlin 
10.8.1976  stirbt er in Berlin 


"Schmidt-Rottluff gehörte zu den führenden Meistern des dt. Expressionismus. In dessen Blütezeit trat er mit starkfarbigen, derb konturierten Bildern hervor, die durch Unmittelbarkeit des Ausdrucks und überlegene Komposition überzeugen. Als Graphiker bevorzugte er den Holzschnitt, so v.a. in einer Reihe religiöser Darstellungen. Die 1976 gegründete Karl-Schmidt-Rottluff-Förderungsstiftung vergibt Stipendien." (entnommen aus dem dtv Lexikon)

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Literatur - in Zusammenarbeit mit amazon.de




Karl Schmidt-Rottluff Werke aus der Sammlung des Brücke-Museums Berlin. Katalog zur Ausstellung in der Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung, München, 18.1.-31.3.1997 und im KunstHaus Wien, 17.4.-24.8.1997 von Schmidt- Rottluff, Karl


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Expressionismus:

Haben Sie sich einen kleinen Überblick über das Werk von Karl Schmidt-Rottluff verschafft? Dann haben Sie bereits die grundlegenden Elemente des Expressionismus kennengelernt. Wie hat Ihnen Ihr kleiner 'Rundgang' gefallen? Hat es Ihr Interesse am Expressionismus geweckt?

Im Gegensatz zur weichen Vielfarbigkeit des Impressionismus setzt der Expressionismus auf harte Gegensätze und scharfe Kontraste. Dieses ist auch der Grund dafür, daß der Holzschnitt eine Art Auferstehung erlebte. Aber auch gerade an den Ölgemälden erkennt man diese Besonderheit. Personen und Gegenstände werden meistens mit einer schwarzen Linie umrahmt und stechen so aus dem Umfeld heraus. Das besonders Ausdrucksvolle (Expressive) der Bilder liegt in den grellen Farben und einfachen aber klaren Formen.
Natürlich hat sich Schmidt-Rottluff auch anderen Stilrichtungen zugewandt, wie es wohl jeder Künstler tut.

Was gefällt nun mir besonders am Expressionismus?
Zuerst einmal die Offenheit und Ehrlichkeit der Bilder. Hier wird nichts beschönigt oder versteckt, sondern Häßligkeit und Schönheit werden gleichermaßen behandelt. Diese beiden Begriffe sind rein subjektiv geprägt, dagegen ist die Form und Gestalt eines Menschen oder einer Sache etwas objektives und das wirklich interessante. Impressionistische oder naturlistische Bilder sind oft wie schöner Liebesfilm (die Liebe zur Schönheit), dem ein wenig der Anspruch fehlt. Den Expressionismus sehe ich dagegen in einem anspruchsvollen Problemfilm verkörpert. Ein Film, der seine unangenehmen Seiten hat und diese offen darstellt.

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